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girls matrix

 

Girls matrix

Ein Begriff, auf den ich vor kurzem gestoßen bin.
Einen Begriff, den ich noch nie zuvor gehört habe.
Der mir dann aber in der Erklärung, sehr gut gefallen hat.

Was ist also „Girls Matrix“? (gibt es übrigens auch als „Men Matrix“, nur der Vereinfachung halber beschränke ich mich hier auf den Begriff „girl“)

Ganz einfach:
Der Zustand, in dem eine normalerweise komplett klar, analytisch denkende Frau, in einen Zustand verfällt, der ihre komplette Wahrnehmung und Urteilsfähigkeit ganz oder zumindest teilweise ausser Kraft setzt.
Passiert meist, wenn sie sich verliebt.

Plötzlich werden Dinge und Gedanken in das „Objekt der Begierde“ hineininterpretiert, die objektiv betrachtet jeglicher Grundlagen entbehren.

So zum Beispiel:
Man trifft sich zum ersten Mal, hatte einen „gefühlt“ netten Abend, sie ist schon verliebt, man tauscht die Nummern aus und er sagt, dass er sich am nächsten Tag meldet.

Was passiert?
Er meldet sich eben nicht.
Es vergeht der ganze Tag, es vergeht der nächste Tag, und auch der übernächste.
Jedoch kein Anruf, keine Nachricht von ihm.

Jetzt würde die Frau, wenn sie bei klarem Verstand wäre, erkennen, dass er einfach kein Interesse an ihr hat.

Befindet sie sich aber in dieser Girl Matrix, dann erfolgt diese Erkenntnis nicht!

Sie beginnt, Erklärungen für sein Verhalten zu finden:
Er ist zu beschäftigt“
Sein Handy ist kaputt“
Er hat aus Versehen bei einem Update, alle Nummern verloren“

Diese Vermutungen werden dann so lange „durchgekaut“ bis sie selber daran glaubt. Entgegen aller vernünftigen Bemerkungen ihrer Freunde und Freundinnen.

Was macht sie also?

Sie schreibt ihm eine Nachricht, die z.B. so lauten könnte:
„Danke für den schönen Abend. Hoffe es geht dir gut. Freue mich auf unser nächstes Wiedersehen“

Es kann gut sein, dass er diese kurz und knapp und völlig emotionslos mit vielleicht folgendem Satz beantwortet:
„Danke, mir geht es gut, ich melde mich“

Mit einem Satz der, objektiv betrachtet keinen Spielraum für Interpretationen lässt (mal davon abgesehen, dass Nachrichten von den meisten Männer, sowieso „frauentechnisch“ nicht interpretiert werden sollten. Nicht weil es sich nicht lohnt. Sondern aus dem einfachen Grund, dass es nichts zu interpretieren gibt. Männer schreiben, was sie denken, nicht mehr und nicht weniger. Und wir Frauen sollten einfach nur das lesen, was da steht ohne „Unmengen“ hinein zu interpretieren)

Aber was macht „Frau“?
Sie beginnt den Satz, zu zerpflücken.
Jedes einzelne Wort!
(liebe Männer, ihr glaubt gar nicht, wie viel man in einen einzigen Satz hinein interpretieren kann …)

Um dann „herauszulesen“ dass er sich auch in sie verliebt hat.

Und dann beginnt sie wieder zu warten…
Und zu warten…
Und zu warten…

Aber er wird sich nicht melden.
Sonst hätte er das bereits ganz am Anfang getan.

Und sie wird ihm wieder schreiben.
Und er wird vielleicht wieder antworten, aber auch nur kurz und knapp.
Aber schon diese Antwort reicht, um sie zu dem Gedanken zu verleiten, dass er doch Interesse hat.

Vielleicht trifft sie ihn auch irgendwo.
Und egal was er macht.
Sie wird in dem Glauben bleiben, dass er auch verliebt ist.
Das wird so lange gehen, bis dann doch eine Situation kommt, die keinen „Interpretationsspielraum“ mehr zulässt.
Zum Beispiel, dass er eine Freundin hat.
Obwohl ….
Sie könnte auch dann sagen, dass es nur vorübergehend ist, dass er im Moment etwas sucht, was die Andere hat, sie aber nicht.
Es bleibt glaube ich auch hier, noch Platz für Interpretationen ….

Sie wird es nicht wahr haben wollen.

Erst lange, sehr lange, wenn sich an dieser Situation nichts ändert, wird sie erkennen, dass sie der Realität in die Augen schauen muss und anfangen muss wieder „klar“ zu denken.

Das Selbe kann auch passieren, wenn man ein Paar ist und sie in dieser Beziehung nur die Dinge sieht, die sie sehen möchte.
Situationen, Reaktionen oder Verhaltensweisen, die nicht in ihr Bild passen würden, einfach ausblendet. Oder nicht unbedingt ausblendet aber ihnen einfach nicht die Bedeutung zugesteht, die sie ihnen geben würde, wäre sie nicht in ihrer „Matrix“.

Sie versucht nur das Gute zu sehen.
Das was in ihre Welt passt, damit sie nicht in die Situation kommt, die Beziehung hinterfragen zu müssen.
Oder um unter Umständen sogar zu erkennen, dass ihre Beziehung gar nicht mehr gut für sie ist.

Aber warum ist das so?

Warum verändern sich Menschen in solchen Situationen plötzlich so?

Ist es manchmal der Wunsch, eine Partnerschaft überhaupt zu haben?
Oder eine Partnerschaft, genau mit diesem Menschen?
Ist es manchmal die Angst die Partnerschaft zu verlieren, da man dann erkennt, dass man nicht mehr glücklich ist?

Was ist es?

Was lässt normalerweise klar denkende, rationale Menschen in solche Situationen kommen?

Ich denke es ist der Wunsch, die Vorstellung, die wir in einen anderen Menschen hinein projizieren.
Wir wollen dann gewisse Dinge nicht wahr haben.
Wir haben Angst davor.
Haben wir doch in diesem Menschen, das Ende „unserer Suche“ nach einer glücklichen, zufriedenen Beziehung geglaubt gefunden zu haben.
Haben wir doch vielleicht auch einfach Angst davor, wieder oder überhaupt alleine zu sein.

Oder es ist einfach der Wunsch nach einer Beziehung.

Ich nehme mich von solchen Situationen nicht aus.
Auch ich bin schon mal in so einer Situation gewesen.
Konnte nicht mehr klar denken.

Ich denke, das kann jedem von uns passieren.
Egal ob Mann oder Frau.

Aber wir sollten doch vielleicht ab und zu einmal auf die Worte unserer Freunde hören.
Und mit Freunden meine ich die richtigen Freunde, die es wirklich gut mit uns meinen.
Wir sollten ihre Worte annehmen, darüber nachdenken, überprüfen um vielleicht doch nicht ganz so sehr in diese Matrix zu verfallen aus der wir dann sowieso früher oder später sehr unsanft wieder herausfliegen werden.

Ein schöner Film (übrigens einer meiner Lieblingsfilme) dazu ist:

„Er steht einfach nicht auf dich“

 

Seht ihn euch einfach mal an❤️

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